katalin Admins’s President


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 | Thema: Gilmore Girls: Can I have a kiss? So März 15, 2009 1:18 pm | |
| | katalin schrieb: | Can I have a kiss?
Prolog
Hier bin ich also. In New York. Ich befinde mich auf dem Flughafen und sehe mich um. Überall werden Leute zur Begrüßung umarmt und geküsst. Ein alter runzeliger Mann mit Gehstock schließt seine Enkelin in die Arme. Sie sieht richtig süß aus, wie sie sich freut ihren Großvater wiederzusehen. Ein Ehepaar küsst sich leidenschaftlich. Am liebsten würde ich ja mit dem Mann tauschen, denn auf mich wartet niemand. Ich frage mich, ob es überhaupt richtig war, hierher zu kommen. Wieso habe ich das bloß getan? Wieso bin ich ganz alleine nach New York gereist? Hier ist niemand, denn ich kenne. Nicht einmal ein entfernter Verwandter. Wie konnte ich bloß so verrückt sein, wegen eines Jobangebotes einfach alles hinzuschmeißen und hierher zu kommen? Wie konnte ich nur so hirnrissig sein? Ich sehe mich in der Ankunftshalle um. Keiner von meiner Arbeit und auch sonst keine Person wird mich hier begrüßen, was vermutlich daran liegt, dass ich hier noch keine Menschenseele kenne. Irgendwie schon verständlich, wenn ich gerade erst herziehe, andererseits aber auch traurig. Eine kleine Begrüßung hätte mir bestimmt nicht missfallen, ganz im Gegenteil: Ich hätte mich sehr darüber gefreut. Aber wer würde das schon tun... also einfach einen Fremden, der ich nun mal noch bin, zu begrüßen? Vermutlich niemand. Ich muss mich also damit abfinden, dass ich nun ganz alleine in New York bin. Weit weg von all meinen Freunden, und weit weg von Nina. Meine beste Freundin Nina vermisse ich von allen am meisten. Wir hatten uns bereits im Kindergarten angefreundet und zusammen die Schule überstanden. Sie war immer für mich da gewesen und ich für sie. Sie war... ist... meine wichtigste Bezugsperson. Wir haben keinerlei Geheimnise voreinander und können einander wirklich alles erzählen. Nun ist sie mehrere hundert Kilometer von mir entfernt und wir können uns nicht mehr einfach so zum quatschen - oder durch die Clubs ziehen - treffen. Ich weiß jetzt schon, dass die Zeit ohne sie nicht einfach werden wird, schließlich waren wir bisher niemals länger voneinander getrennt. Ich werde schmerzlich aus meinen Gedanken gerissen, als ein schwerer Koffer vom Gepäckband fällt. Mitten auf meinem linken Fuß erwischt er mich. Ich schiebe das fremde Gepäcksstück weg und fluche: „Verdammt! Können sie das Zeug den nicht besser drauflegen? Das ist ja scheiss gefährlich!“ Eigentlich weiß ich ja genau, dass niemand etwas dafür kann, doch mein linker Fuß schmerzt einfach unglaublich. Logisch, dass alle Leute mich ansehen und sich bestimmt denken, ich sei nicht mehr ganz dicht. Eine ältere Dame kommt auf mich zu. „Entschuldigen Sie, aber könnten Sie bitte aufhören so zu fluchen? Meine Enkelin hört das alles!“, zischt sie mir zu und nimmt den Koffer, der kurz zuvor beinahe meinen Fuß plattgedrückt hatte. Was ist nur in diese Frau gefahren? Darf man sich denn jetzt gar nicht mehr ärgern? Was ist das für eine verrückte Stadt? Gar kein Mitgefühl für meinen armen Fuß? Würde sie noch immer so reden, wenn der gebrochen wäre? Die Leute sind fies, ich will heim, heim zu Nina. Wieder unter netten Leute sein. „Klar. Entschuldigung. Ist ja auch meine Schuld, dass Ihr doofer Koffer auf meinen Fuß fällt“, erwidere ich sarkastisch. „Was haben Sie da überhaupt drin? Steine?“ „Das geht Sie gar nichts an!“ Die ältere Frau wirft mir einen bösen Blick zu und dann verschwindet sie mit ihrer Enkelin. „Sicherlich Schmuggelware“, murmle ich vor mich hin, als sie aus meinem Blickfeld verschwindet. Sie scheint es dummerweise doch noch gehört zu haben, denn sie wirft mir noch einen bösen Blick zu. Wenn Blicke töten könnten... Wie die das nur hören konnte? Sie scheint ja Ohren zu haben wie... ich weiß auch nicht genau was, vielleicht wie ein Windhund. Irgendwie unheimlich. Ob die wohl jeden in New York so „liebenswürdig“ begrüßen wie mich? Vermutlich nicht, sonst wäre die Einwohnerzahl bestimmt noch niedriger als in einem winzigkleinen Dörfchen. Ich kann nur den Kopf über diese merkwürdige Frau schütteln und gehe vorsichtshalber einen Schritt zurück von dem Gepäckband, um nicht noch einmal von einem Gepäck “angegriffen“ zu werden. Nina hätte sich sicher gar nicht mehr vor lachen eingekriegt, wenn sie hier wäre, aber das ist sie ja eben leider nicht. Sie habe ihren Job und ihren Tom zu Hause, erklärte sie mir. Ich kann sie ja verstehen, aber es wäre zu schön gewesen, wenn sie dabei wäre. Eigentlich hatte ich gar nicht alleine herkommen wollen, doch sie hatte mich dazu überredet. So eine Chance bekomme man nur einmal und die müsse man ergreifen, sagte sie mir und sie hatte Recht. Bei meinem Job hier werde ich wirklich einen viel höheren Lohn haben, aber ist das wirklich das, was ich will? Vermutlich schon. Erneut werden meine Gedanken abrupt unterbrochen, doch dieses Mal nicht von einem Gepäck, sondern von einem Mitarbeiter des Flughafens. „Ist das ihr Koffer?“, fragt er mich genervt. Ich sehe kurz auf und tatsächlich. Mein brauner Koffer befindet sich auf dem Gepäckband direkt vor mir. Das hatte ich doch tatsächlich total vergessen. „Ja. Das ist meiner.“ Ich packe schnell mein Reisegepäck, bedanke mich schnell bei ihm und marschiere dann zur Passkontrolle. Natürlich steht eine unglaublich lange Schlange vor mir. Alles Menschen, die für kürzere oder längere Zeit in New York bleiben werden. Ganz unterschiedliche Persönlichkeiten. Von einem jungen Paar mit Baby über einen verrückten Magier, der die Frau hinter sich mit seinen Zaubertricks gewaltig nervt, bis zu einem alten Ehepaar, das sich die ganze Zeit zofft, ist alles dabei. Und mitten in diesem Buntgemischten stehe ich. Alleine, gelangweilt und verlassen. Alle paar Minuten sehe ich auf meine Armbanduhr und sehr schnell bin ich genervt von dem ewigen Warten. Es kommt mir so vor, als würde die Schlange überhaupt nicht kürzer werden. Ich bekomme einen richtigen Hass auf dieses sinnlose Dastehen. Wozu muss ich überhaupt durch diese dämliche Passkontrolle? Ich bin doch schließlich kein Tourist und erst Recht kein Terrorist. Ich bin doch nur von einem Bundesstaat in einen Anderen geflogen! Wozu also dieses ganze Theater. Das ist doch alles nur Schikane. Haben die wirklich nichts Besseres zu tun, als mir mit ihrer Übergenauigkeit und ihrer Ängstlichkeit gehörig auf die Nerven zu gehen? Ich nehme mein Handy aus meiner Tasche und schalte es ein. Flink gebe ich meinen 4-ziffrigen Pin ein. Herzlich Willkommen in New York, steht auf dem Display. Ich grinse vor mich hin. Ich weiß genau, dass das Nina war. Sie hatte meine Begrüßungsbotschaft abgeändert. Vermutlich als ich mein Handy nur für wenige Sekunden aus den Augen gelassen habe. Sie konnte es wohl einfach nicht lassen, aber irgendwie heitert es mich ein wenig auf. Mein Mobiltelefon zeigt mir außerdem an, dass ich eine neue Nachricht habe. Ich wette, dass sie von Nina ist... und ich habe Recht. Sie schreibt: „Ich hoffe du bist gut angekommen und rufst mich an. Nina. P.S. Und reg dich bitte nicht auf, wenn du irgendwo lange warten musst.“ Wow, Nina kennt mich einfach zu gut. Ich drücke Anrufen und schon ertönt das Freizeichen. Bereits nach dem ersten Klingeln nimmt sie den Hörer ab. „Hast du etwa neben dem Telefon gesessen?“, frage ich sie. „Ja“, gibt sie offen zu und lacht. „Wie war dein Flug?“ „Ganz okay.“ „Schön zu hören.“ „Aber das ist wohl alles im Gegensatz zu der Gepäckabnahme“, füge ich hinzu. „Was ist dir denn nun schon wieder passiert?“ Sie kichert. „Mir ist ein Koffer auf den Fuß gefallen“, erkläre ich ihr. „Tut es sehr weh?“ „Geht so.“ „Dann ist ja gut. Aber ansonsten wüsstest du ja, was du tun müsstest“, erwidert sie lachend. „War ja klar, dass du mich immer wieder daran erinnern musst.“ „Hey. Sorry, aber es war einfach zu genial, wie du da ausgesehen hast.“ Sie lacht nun schallend. „Kannst du nicht einfach vergessen, wie ich damals volle Kanne in einen Koffer mit japanischer Spitzenunterwäsche gefallen bin und mir dabei den Fuß verknackst habe?“ „Nein, ganz bestimmt nicht. Dafür wird das Video sorgen“, erwidert sie kichernd. „Sag bloß, du hast es noch?“ „Natürlich. So etwas lösche ich doch nicht!“ Ich will gerade etwas erwidern, da ruft die Beamtin „Der Nächste!“ Vor mir steht plötzlich niemand mehr. „Ich rufe dich später noch einmal an“, verspreche ich meiner besten Freundin und lege auf. „Pass und Ticket“, verlangt die brünette, schon etwas ältere, Beamtin. Ich lege ihr meine Papiere vor. Sie drückt einen Stempel drauf und ich kann den Flughafen endlich verlassen. Draußen stehen einige gelbe Taxis. Ich steige in eines ein. „286, Felton Street, bitte.“ Der Fahrer nickt kurz und fährt los. Ich schaue während der Fahrt aus dem Fenster und frage mich, was meine Zukunft wohl in New York für mich bereit hält. |
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 | Thema: Re: Gilmore Girls: Can I have a kiss? Sa Mai 16, 2009 11:29 pm | |
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 | Thema: Re: Gilmore Girls: Can I have a kiss? Mo Jun 15, 2009 7:20 pm | |
| UPDATE Ja, ihr seht richtig: Hier gehts auch mal wieder weiter  |
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 | Thema: Re: Gilmore Girls: Can I have a kiss? Mi Aug 12, 2009 6:44 pm | |
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